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02. Dezember 2016 | 21:11 Uhr

Pssst! : Bitte nicht stören…

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn es kalt wird, machen viele Tiere Winterschlaf / Das sichert ihr Überleben

Die Tage werden kürzer, draußen ist es ungemütlich kühl und feucht. Da bekommt man richtig Lust, im warmen Zuhause zu bleiben. Besonders wenn der Wecker an Schultagen morgens früh klingelt, während es draußen noch dunkel ist, wäre ein Winterschlaf bis zum Frühling doch nicht schlecht, oder?

Fast alle Tiere bereiten sich auf den Winter vor: Zugvögel fliegen in den Süden. Andere Tiere bekommen ein extra Winterfell, ein dichtes Federkleid oder fressen sich eine Fettschicht an. In Spätsommer suchen sich Wildtiere ihre Winterquartiere, zum Beispiel in Höhlen, Baumstämmen oder Gebäuden. Dort verstecken sie ihre Futtervorräte, denn wenn der Boden hart gefroren ist und die Bäume kahl sind, finden sie kaum Nahrung. Um im Winter nicht zu erfrieren oder zu verhungern, gibt es mehrere Strategien.

Igel, Murmeltiere, Haselmäuse, Hamster und Fledermäuse machen mehrere Monate lang Winterschlaf. Sie wachen zwischendurch nur kurz auf, um Darm und Blase zu entleeren und um ihre Position zu ändern. Sie fressen in dieser Zeit nichts, sondern leben von dem Fettpolster, dass sie sich rechtzeitig angefressen haben. Damit ihr Körper wenig Energie verbraucht, atmen sie langsamer. Ihr Herz schlägt weniger schnell, die Körpertemperatur sinkt und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Es ist sehr wichtig, Tiere in dieser Zeit nicht zu stören. Wenn sie häufig aufwachen, reichen ihre Energievorräte nicht bis zum nächsten Frühling aus und sie müssen verhungern.

Tiere, die Winterruhe halten, schlafen nur bei extremer Kälte. Wenn sie wach sind, verhalten sie sich ruhig, um Kräfte zu sparen. Sie fressen ihre Vorräte und gehen nur manchmal auf Nahrungssuche. Eichhörnchen, Dachse, Marder, Wasch- und Braunbären kommen so über die kalten Monate. Wie lange die Winterruhe dauert, hängt von der Kälte und dem Nahrungsangebot ab. Im eiskalten Sibirien bleiben Bären sieben Monate in ihrer Höhle, in Europa gehen sie im Winter mehrfach auf Nahrungssuche und im Zoo, wo es immer Futter gibt, bleiben die Braunbären das ganz Jahr über wach.

Es gibt auch Tiere, die in eine Winterstarre fallen. Insekten, Frösche, Schildkröten, Eidechsen und einige Fische passen ihre Körpertemperatur der Außentemperatur an. Sie heißen auch „wechselwarme“ Tiere. Wenn es friert, erstarren sie und wirken wie tot. Sobald es im Frühling wieder wärmer wird, scheinen sie zum Leben zu erwachen.

Leider wird es für viele Tiere immer schwieriger, geeignete Plätze für den Winterschlaf zu finden. Wir können wir ihnen dabei helfen, indem wir etwa für Igel im Garten Laubhaufen oder Holzstapel errichten. Fledermäusen hilft es, wenn sie Zugang zu alten Häusern oder Scheunen bekommen. Oder wir hängen spezielle Nistkästen auf.



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