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29. März 2017 | 01:35 Uhr

Musik : Abrocken mit Pelemele

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Band macht Rockmusik nur für Kinder – dabei sind die Mitglieder selbst schon lange aus der Schule raus...

Picco, Flo, Andreas und David sitzen in ihrem Proberaum. Die vier Männer sind Pelemele – eine Rockband, die Musik nur für Kinder macht. Das Besondere ist: Die vier sind schon älter. Einer von ihnen hat selbst ein Kind. „Wir können uns aber ganz gut in die Kids hineinversetzen“, erzählt Picco. Er ist 30 Jahre alt, spielt Bassgitarre und singt.

Vor Kurzem hat die Band eine neue CD veröffentlicht. Darauf singen die Männer auf Kölsch. Das ist ein Dialekt, den Menschen vor allem im Bundesland Nordrhein-Westfalen sprechen, und zwar in der Stadt Köln und drum herum. Genau daher kommen die Jungs auch. Ansonsten singt Pelemele aber auf Hochdeutsch. Und warum machen die Männer ausgerechnet Musik für Kinder? Picco freut es immer, wenn er bei Konzerten Kinder sieht, denen die Musik gefällt. Die Band hat ein Ziel: „Wir wollen keine langweiligen, einfachen Kinderlieder machen.“ Auch andere Bands und Künstler denken sich besondere Lieder nur für Kinder aus.

Pelemele versucht, witzige Elemente in die Texte einzubauen. So singen die Jungs zum Beispiel im Pelemele-Song „Bumschakalaka“ fast eine ganze Minute lang nur: „Bumschakalaka Schakalaka Schaka Bum“.

Die Band möchte, dass Kinder bei ihrer Musik Spaß haben. Flo findet: „Den ganzen Tag lang werden Kinder erzogen. Bei uns bekommen sie eine Auszeit, können einfach mal ausrasten.“ Manchmal bekommt Pelemele sogar Fanpost von Kindern – ungefähr einmal im Monat. „Und immer malen sie uns ein Bild dazu“, erzählt Picco.

Etwa 50 Konzerte spielen die Pelemele-Jungs im Jahr. Auch wenn du selbst bei noch keinem Konzert warst, kennst du vielleicht ein Lied der Band: Für den Kinofilm „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ hat sie das Titellied geliefert.

Die Konzerte und das Titellied bedeuten aber nicht, dass die Band superviel Geld verdient. Die Männer sagen, dass sie von dem Geld nicht leben können. Alle haben noch einen zusätzlichen Job. Picco beispielsweise unterrichtet noch Musik an einem Gymnasium in Köln. Weitermachen will die Band aber trotzdem. „Dafür macht es uns einfach viel zu viel Spaß“, sagt Picco.

Autor: Noah Gottschalk

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