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Junge Zeitung

26. Juli 2016 | 20:01 Uhr

Tierwelt : Eine Extraportion Fisch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute ist Welteisbärentag. Die Klimaerwärmung macht den Tieren das Leben schwer.

Mit ihren kleinen Ohren, ihrem flauschig-weißen Fell und dunklen Knopfaugen sehen die kleinen Eisbären niedlich aus. Heute ist für die kleinen und großen Eisbären ein besonderer Tag.

Heute gibt es in vielen Zoos der Erde eine extra Portion Fisch, denn es ist Welteisbärentag. Die Polarbären, wie Eisbären auch genannt werden, sind die größten Raubtiere, die an Land leben. Es gibt die Tiere schon seit 130 000 Jahren. Damals gab es auch schon Menschen. Menschen, die für ihre Nahrung Jagen gingen und sich von Beeren und Gräsern ernährten und nicht in Häusern wohnten, wie wir sie heute kennen.

Während die Menschen sich auf der ganzen Welt vermehrten, ging die Anzahl der Eisbären immer weiter zurück. Vor allem in den letzten Jahrzehnten. Der Grund dafür ist die Klimaerwärmung. Dadurch wird ihr Lebensraum immer kleiner und kleiner. Denn ihre natürliche Heimat ist selbstverständlich nicht der Zoo. Eisbären leben in der Arktis und am Nordpol. In kalten Gegenden, wo es bis zu minus 40 Grad Celsius wird. Das ist etwa doppelt so kalt wie im Tiefkühlschrank.

Die Seebären, wie die Eisbären auf Lateinischen heißen (Ursus maritimus), haben deshalb ein sehr dichtes, öliges Fell. Ihre weiß-gelben Haare sind sogar hohl, so dass sie ein richtiges Luftpolster umgibt. Unter ihrer schwarzen Haut haben sie eine 10 Zentimeter dicke Fettschicht. So breit, wie eine Kinderhand lang ist. Dadurch macht die Kälte ihnen gar nichts aus. Sie schwimmen sogar im eisigen Meer. Sie haben Schwimmhäute zwischen ihren Krallen und sind vorzügliche Schwimmer. Das ist sehr wichtig, da sie sich hauptsächlich von Robben ernähren.

Weltweit gibt es nur noch 20 000 bis 25 000 Eisbären. Durch das Schmelzen des Eises finden sie immer weniger Beutetiere, und das heißt immer seltener Nahrung. Der Klimawandel wird von uns Menschen verursacht. Die vielen Fabriken, der Verkehr und die Rodung der Wälder tragen dazu bei, dass die Temperatur in der Arktis allmählich steigt. Das Eis schmilzt, wird dünner und dünner, so dass die Eisbären sich auf dem Packeis nicht mehr lange treiben lassen können. Aber auch durch die Meeresverschmutzung der Öl- und Gasbohrungsanlagen, der Schifffahrt und der Touristen wird ihr Lebensraum bedroht. Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) hat die Eisbären schon auf die Rote Liste gesetzt, die alle bedrohten Tier- und Pflanzenarten aufführt.

Doch heute freuen sich erstmal die 29 Eisbären, die in 13 verschiedenen deutschen Zoos leben und alle weiteren Zoo-Eisbären auf der ganzen Welt auf ihre Extraportion Fisch.

Autorin: Zehra Kübel



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