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Deutschland & Welt

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Kriminalität : Ein Toter und ein Verletzter bei Bombenexplosion in Warschau

vom

Einen terroristischen Hintergrund gibt es wohl nicht. Steckt ein Konflikt zwischen kriminellen Banden hinter der Bluttat? Eine Explosion in der polnischen Hauptstadt wirft Fragen auf.

Bei einer Bombenexplosion in Warschau ist ein Mann getötet und ein zweiter verletzt worden. Die TV-Nachrichtensender TVP Info und TVN24 berichteten am Samstag unter Berufung auf die Polizei, der Sprengsatz sei am Freitagabend in einem Paket vor der Wohnung des 48-jährigen Opfers im Stadtteil Targowek deponiert worden. Als der Mann das Paket hochhob, sei es in seinen Händen explodiert. Wiederbelebungsversuche der von Nachbarn alarmierten Rettungskräfte blieben vergeblich.

Auch am Sonntag ging die Suche nach dem oder den Tätern sowie dem Tatmotiv weiter. Einen terroristischen Hintergrund hatte die Polizei schon am Samstag ausgeschlossen. Medien vermuteten daher einen Konflikt zwischen kriminellen Banden hinter der Bluttat. Der Anschlag dürfte sich gezielt gegen das Opfer gerichtet haben.

Nach Informationen von TVP Info soll der Getötete in der Vergangenheit in Eigentumsdelikte verwickelt gewesen sein und andere Personen bedroht haben. Nähere Angaben wollte die Polizei aber nicht machen. Ein zweiter Mann war verletzt worden, weil er sich zufällig hinter dem Opfer im dritten Stock des Treppenhauses befunden hatte, als die Bombe explodierte. Er konnte nach kurzer Behandlung schon am Samstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Polizei hatte nach der Explosion zunächst das ganze Wohnhaus und seine Umgebung abgesperrt. Sie vermutete einen weiteren Sprengsatz unter dem Auto, das der Getötete vor dem Haus geparkt hatte. Deshalb mussten rund hundert Menschen vorübergehend das Gebäude verlassen, bis die Sprengstoffexperten der Polizei Entwarnung gaben.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 12:51 Uhr

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